Kostenloser Versand für Bestellungen über 200 € Kostenloser Versand für Bestellungen über 200 € Kostenloser Versand für Bestellungen über 200 € Kostenloser Versand für Bestellungen über 200 € Kostenloser Versand für Bestellungen über 200 € Kostenloser Versand für Bestellungen über 200 € Kostenloser Versand für Bestellungen über 200 € Kostenloser Versand für Bestellungen über 200 € Kostenloser Versand für Bestellungen über 200 € Kostenloser Versand für Bestellungen über 200 €

Beretta Pistolen und Flinten: Geschichte und Modelle im Überblick

Beretta Pistolen sind nur ein Teil des Programms: Der italienische Hersteller baut Pistolen wie die 92 und die APX, Bockflinten und Halbautomaten für Jagd und Wurfscheibenschießen sowie den Geradezugrepetierer BRX1. Die Firma wird 1526 erstmals urkundlich erwähnt und gilt damit als ältestes Waffenunternehmen der Welt.

Beretta auf einen Blick

Wer eine Kurzwaffe für den Schießsport sucht, landet bei den Pistolenfamilien 92, APX und PX4. Für die Jagd und das Wurfscheibenschießen sind die Bockflinten der 680er-Reihe und Halbautomaten wie die 1301 relevant. Für die Ansitz- und Drückjagd bietet Beretta mit der BRX1 einen Geradezugrepetierer an.

Geschichte der Firma Beretta

Gründung und Standort Gardone Val Trompia

Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1526: Damals erhielt der lombardische Büchsenmacher Bartolomeo Beretta einen größeren Auftrag für Arkebusenläufe vom Arsenal in Venedig. Der Sitz des Unternehmens ist Gardone Val Trompia in Norditalien. Die Familie führt das Unternehmen seit rund 500 Jahren, heute in Person von Ugo Gussalli Beretta und seinem Sohn Pietro Gussalli Beretta.

Beretta Holding und Marken

Beretta ist heute Teil einer Gruppe mit mehreren Marken. Seit 2000 gehören unter anderem die finnischen Hersteller Sako und Tikka zur Beretta Holding, 2022 kam RUAG Ammotec und damit die Munitionsfertigung hinzu. Das Unternehmen beschäftigt rund 6.000 Menschen und erzielte 2024 einen Umsatz von 1,67 Milliarden Euro.

Das Logo mit den drei Pfeilen

Das Firmenzeichen zeigt drei Pfeile in einem Kreis, ergänzt um drei kleinere Kreise. Zur Bedeutung kursieren mehrere Deutungen, etwa ein Bezug zu Warnschüssen. Eine belastbare Erklärung des Herstellers konnten wir in den geprüften Quellen nicht finden, deshalb geben wir hier keine Deutung als Tatsache wieder. Gesichert ist der Bildinhalt: drei Pfeile, drei Kreise.

Beretta Pistolen

Beretta 92 und ihre Versionen

Die Beretta 92 ist das bekannteste Modell der Marke. Die Produktion begann 1976, am 14. Januar 1985 wurde sie als M9 bei der US-Armee eingeführt. Die Pistole arbeitet mit Spannabzug und vorspannbarem Hahn sowie mit einem Schwenkriegelverschluss, wie er zuerst bei der Walther P38 zum Einsatz kam.

Im Kaliber 9 x 19 mm fasst das Magazin 15 Patronen, bei der 92A1 und der M9A1 sind es 17. Die Waffe ist 217 mm lang, 137 mm hoch, 38 mm breit und wiegt ungeladen 0,975 kg; die Lauflänge liegt je nach Modell zwischen 109 und 125 mm. Zu den Versionen gehören 92, 92FS, M9, 92A1 und 92X. Einen Überblick über die Versionsgeschichte gibt unser Beitrag [Beretta 92: alle Versionen erklärt](/92f-beretta/).

APX und APX A1

Die APX ist Berettas Striker-Pistole mit Polymerrahmen, eingeführt 2016. Kern ist ein serialisiertes Chassis aus Edelstahl, das den Wechsel von Kaliber und Griffstück erlaubt. Angeboten wird sie in 9 x 19 mm, 9 x 21 mm IMI und .40 S&W, die Lauflänge liegt bei Standardmodellen bei 108 mm, das Gewicht bei etwa 800 bis 820 g.

2022 folgte die APX A1. Sie übernahm Merkmale der sportlich ausgelegten APX Target, darunter tiefere Griffrillen am Schlitten, einen höher ausgeschnittenen Abzugsbügel, den Verzicht auf Fingerrillen am Griffstück und eine flache Verschlussfeder. Slides und weitere Teile sind zwischen A0 und A1 austauschbar.

PX4 Storm

Die PX4 Storm erschien 2004 und unterscheidet sich technisch klar von der 92: Sie verriegelt über einen Drehlauf. Erhältlich ist sie in 9 x 19 mm, .40 S&W und .45 ACP. Die Full Size hat einen 102 mm langen Lauf, ist 192 mm lang und wiegt ungeladen 785 g. Später kamen die Subcompact (2008) und die Compact (2011) hinzu.

Historische Modelle: M1934

Die M1934 war die Ordonnanzpistole der italienischen Streitkräfte im Zweiten Weltkrieg. Sie erschien 1934 im Kaliber 9 x 17 mm, fasst sieben Patronen, hat einen 89 mm langen Lauf und wiegt ungeladen 0,75 kg. Gebaut wurde sie bis 1991, bis 1980 entstanden über eine Million Stück. Für Sammler ist sie bis heute ein Thema.

Beretta Flinten

Bockflinten der 680er-Reihe

Die Bockflinten sind das zweite große Feld von Beretta. Die 686 Silver Pigeon I gilt als Allrounder der Reihe und wird sowohl jagdlich als auch auf dem Schießstand geführt. Die 694 wurde gemeinsam mit dem Beretta Shooting Team für das Wurfscheibenschießen entwickelt, mit dem Ziel, die Trefferquote der Schützen zu erhöhen. Modelle für Trap, Skeet und Parcours unterscheiden sich unter anderem in der Treffpunktlage.

Welche Flinte zu welcher Disziplin passt, hängt von Gewicht, Balance und Schaftmaßen ab. Diese Punkte lassen sich nur im Anschlag beurteilen. Einen Vergleich der Modelle 686, 692 und 694 finden Sie im Beitrag [Beretta Bockflinten 686, 692 und 694](/beretta-694-erfahrungen/).

Halbautomaten: 1301 und A400

Bei den Selbstladeflinten stehen die 1301 und die A400 im Programm. Die 1301 ist eine halbautomatische Flinte im Kaliber 12 mit Gasdrucklader und Drehkopfverschluss, sie nimmt Patronen in 70 und 76 mm auf. Seit 2014 gibt es die Linien Tactical und Competition; die Tactical-Modelle haben einen 18,7 Zoll langen Lauf, die Competition-Modelle 21 oder 24 Zoll.

Beretta Büchsen: BRX1

Mit der BRX1 bietet Beretta einen Geradezugrepetierer an. Der Verschluss verriegelt mit acht Warzen in Standardkalibern, bei Magnumkalibern sind es zwei Reihen. Der Lauf ist kalt gehämmert und laut Hersteller aus der Stahllegierung Steelium gefertigt; er lässt sich wechseln, sodass ein Kaliberwechsel möglich ist. Erfahrungen und berichtete Probleme behandelt unser Beitrag [Beretta BRX1: Probleme und Erfahrungen](/beretta-brx1-probleme/).

Beretta im Sportschießen und auf der Jagd

Im Sport sind vor allem die 92X Reihe und die APX Modelle verbreitet, bei den Flinten die Sporting- und Trap-Ausführungen. Welche Waffe in Ihrer Disziplin zugelassen ist, regelt die Sportordnung Ihres Verbandes; sie ist verbindlicher als jeder Testbericht.

Jagdlich sind Flinten und Büchsen das Thema. Bei der Munitionswahl gelten die Vorgaben des Bundesjagdgesetzes: Auf Rehwild sind Büchsenpatronen mit einer Auftreffenergie auf 100 m von mindestens 1.000 Joule vorgeschrieben, auf übriges Schalenwild Kaliber ab 6,5 mm mit mindestens 2.000 Joule (§ 19 Abs. 1 Nr. 2 BJagdG). Schrot ist auf Schalenwild nicht zulässig. Welche Geschossart wofür passt, erklärt der Beitrag [Vollmantel und Teilmantel im Vergleich](/vollmantelgeschoss-vs-teilmantelgeschoss/).

Wie sich Berettas Konzepte von anderen Herstellern unterscheiden, zeigt der Vergleich mit [Sig Sauer Pistolen im Überblick](/sig-sauer-p226/) und mit [Walther PDP und ihre Varianten](/walther-pdp/).

Rechtlicher Rahmen

Kurzwaffen: Erwerb über Bedürfnis

Pistolen sind erlaubnispflichtig. Voraussetzungen sind nach § 4 WaffG Volljährigkeit, Zuverlässigkeit, persönliche Eignung, Sachkunde und ein Bedürfnis; die Erlaubnis wird durch eine Waffenbesitzkarte erteilt (§ 10 WaffG). Sportschützen weisen das Bedürfnis nach § 14 WaffG über einen Verein in einem anerkannten Schießsportverband nach, mit mindestens zwölf Monaten Schießsport und einem Mindestalter von grundsätzlich 21 Jahren.

Flinten und Büchsen für Jäger und Sportschützen

Inhaber eines Jahresjagdscheins dürfen Langwaffen nach § 13 Abs. 3 WaffG ohne vorherige Erlaubnis erwerben, müssen aber binnen zwei Wochen die Ausstellung einer Waffenbesitzkarte beantragen. Für zwei Kurzwaffen entfällt nach § 13 Abs. 2 WaffG die Prüfung der Voraussetzungen des Absatzes 1 Nr. 1.

Aufbewahrt werden Waffen und Munition so, dass sie nicht abhandenkommen und Dritte sie nicht unbefugt an sich nehmen (§ 36 WaffG); § 13 AWaffV schreibt zertifizierte Behältnisse nach DIN/EN 1143-1 vor. Transportieren dürfen Sie erlaubnisfrei nur nicht schussbereit, nicht zugriffsbereit und zu einem vom Bedürfnis umfassten Zweck (§ 12 Abs. 3 Nr. 2 WaffG).

Häufige Fragen zu Beretta

Welche Beretta Pistole ist die beste?

Eine beste Beretta für alle Zwecke gibt es nicht. Die 92 ist der klassische Hahnspanner mit Schwenkriegelverschluss, die APX die modulare Striker-Pistole, die PX4 Storm verriegelt über einen Drehlauf. Für den Sport entscheidet die Sportordnung Ihres Verbandes, dazu Handgröße und Abzugsverhalten. Probeschießen im Verein hilft bei der Auswahl.

Wo produziert Beretta?

Der Stammsitz und die Fertigung liegen in Gardone Val Trompia in Norditalien. Dort ist das Unternehmen seit der ersten urkundlichen Erwähnung 1526 ansässig und wird bis heute von der Familie Beretta geführt. Zur Beretta Holding gehören zudem weitere Standorte und Marken, darunter Sako und Tikka in Finnland.

Was ist eine Beretta Waffe?

Beretta ist ein italienischer Waffenhersteller, keine einzelne Waffenart. Das Programm umfasst Pistolen wie die 92, die APX und die PX4 Storm, Bockflinten und Halbautomaten für Jagd und Wurfscheibenschießen sowie Büchsen wie den Geradezugrepetierer BRX1. Bekannt wurde die Marke vor allem durch die 92 und ihre Militärversion M9.

Wie viel Joule hat eine Beretta?

Die Mündungsenergie hängt nicht von der Pistole ab, sondern von der Patrone und der Laborierung. Werte finden Sie in den Ballistiktabellen des Munitionsherstellers für Ihr Kaliber und Geschossgewicht. Für die Jagd gelten die Mindestwerte des § 19 BJagdG, die sich auf die Auftreffenergie auf 100 m beziehen.

Welche technischen Daten hat die Beretta 1301 Tactical?

Die 1301 Tactical ist eine halbautomatische Flinte im Kaliber 12 mit Gasdrucklader und Drehkopfverschluss. Sie nimmt Patronen in 70 und 76 mm auf, der Lauf der Tactical-Modelle ist 18,7 Zoll lang. Die Reihe erschien 2014, daneben gibt es die Competition-Modelle mit 21 oder 24 Zoll Lauf.